Nach der ersten Projektphase mit einer Reihe von Theater-Workshop-Abenden formierte sich das Münstheater 2008 für ein Theaterprojekt 2009 mit anschließender Aufführung. "Der Schatz der Münster" fungierte als fiktiver Arbeitstitel, in Anlehnung an das damalige Schatzsuche-Projekt der Münstergemeinde, die durch eine Befragung der Gemeindemitglieder ergeben hatte, dass sich viele Gemeindemitglieder einen Ort zum Theaterspielen in der Gemeinde wünschten.

Als Spielstätte wurde die große Hallenkirche St. Alexandri auserkoren. Und es wurde ein Stück vom Ensemble erarbeitet, bei dem an verschiedenen Stationen das Publikum einzelne Szenen dargeboten bekam. Ein mysteriöser Mord am Glockenturm löste einen dramatischen Aufruhr innerhalb einer fiktiven Kirchengemeinde aus. Es wurde vermutet, dass sich ein wertvoller Schatz in der Kirche befindet. Ein Professor für Kirchenkunde erhärtete diesbezüglich die Spekulationen auf der Empore. In die Kirche brachen im Dunkeln Schatzsucher ein, Kirchenvorstandssitzungen im Nebenschiff eskalierten, Beschuldigungen wurden ausgesprochen, Küsterinnen wurden heimlich beim Taufbecken observiert. Während der Antrittspredigt des neuen Pastors kam es zum offen ausgetragenen Gemeindeeklat. In der kompletten Kirche wurde geforscht, in der Sakristei ermittelte das Mord-Kommissariat und ein Geheimbund von Templern hielt schützende Zusammenkünfte im Gewölbe ab.